Versuchter Raubüberfall in Landstuhl

Am 10.02.2019 gegen 19:45 Uhr versuchten vier Täter in das Haus einer amerikanischen Familie in Landstuhl einzudringen.

Nach jetzigem Stand der Ermittlungen ist davon auszugehen, dass die Täter an der Haustüre klingelten und versuchten, den die Türe öffnenden 41-jährigen Familienvater, einen Zivilangehörigen der US-Army, zurückzudrängen und sich so Zutritt in das Anwesen zu verschaffen.

Der Familienvater setzte sich u. a. mit einem Küchenmesser zur Wehr und verletzte einen der Täter mit mehreren Stichen. Letztlich gelang es ihm, die Täter in die Flucht zu schlagen und die Polizei zu verständigen. Das Ehepaar erlitt leichte Verletzungen, die drei im Haus aufenthältlichen Kinder blieben unverletzt.

Gemeinsam verließen die Täter mit einem Fahrzeug den Tatort. Vermutlich weil sie die Schwere der Verletzung ihres Mittäters erkannten und ärztliche Hilfe holen wollten, hielten sie das Fluchtfahrzeug in Krickenbach an und legten den 43-jährigen Schwerverletzten auf dem Bürgersteig ab. Einer der Mittäter, der Bruder des Verletzten, bat einen Zeugen, einen Notruf abzusetzen. Die anderen beiden Täter flüchteten unerkannt.

Der 43-jährige Täter erlag noch vor Ort seinen Verletzungen. Sein 51-jähriger Bruder wurde festgenommen und am 11.02.2019 dem Haftrichter vorgeführt. Gegen ihn erging Haftbefehl wegen gemeinschaftlichen versuchten Raubes.

Der Leichnam des 43-jährigen Verstorbenen wurde obduziert. Nach dem vorläufigen Obduktionsergebnis verstarb dieser wegen des großen Blutverlustes aufgrund der Stichverletzung. Gegen den Familienvater wurde ein Verfahren wegen Körperverletzung mit Todesfolge eingeleitet. Im Rahmen dieses Verfahren wird das Vorliegen einer Notwehr- und/ oder Nothilfelage geprüft werden.

Die Ermittlungen der Polizei zur Identifizierung der beiden weiteren Täter des versuchten Raubes werden von einer Sonderkommission weitergeführt.